Was ist Polyethylen?

Polyethylen, auch bekannt unter der Kurzbezeichnung PE, ist ein thermoplastisch hergestellter Kunststoff. Das bedeutet, dass dieser Kunststoff in einem bestimmten Verfahren erhitzt wird, anschließend verformt, um dann die gewünschte Form zu erhalten. Produziert wird Polyethylen aus Ethylen. PE wird heute nahezu in allen Bereichen verwendet.

Polyethylen – bekannt als PE-Kunststoff

Polyethylen ist praktisch unkaputtbar.

Polyethylen ist praktisch unkaputtbar.

Ethylen ist die Grundlage, aus der Polyethylen hergestellt wird. Dabei handelt es sich um einen organischen sowie gasförmigen Kohlenwasserstoff mit einer Doppelverbindung – also Kohlenwasserstoff-Kohlenwasserstoff-Verbindung. Ethylen ist der meist verwendete Grundstoff, um daraus eine organische Chemikalie wie Polyethylen herzustellen. Aus der heutigen Verpackungsindustrie ist der Kunststoff nicht mehr wegzudenken. Die positiven Eigenschaften wie langsamer Verschleiß, enorm hohe Bruchdehnung und geringes Gewicht machen Polyethylen zu einer interessanten Grundlage für die Industrie. Außerdem weist Polyethylen eine hohe Beständigkeit gegen wechselnde Temperaturen auf. Laugen, Alkohol, Säuren, Benzin, Lösungsmittel können dem Kunststoff nichts anhaben.

Bereits 1898 wurde der Stoff von dem Chemiker Hans von Pechmann entdeckt. Trotzdem dauerte es noch weitere 35 Jahre, bis der Stoff erstmals hergestellt wurde. Mit einem Druck von etwa 1400 bar sowie einer Temperatur von 170 Grad Celsius entstand eine wachsartige, klebrige Substanz. Es wurde weiter geforscht, bis das Polyethylen entstand, welches wir heute kennen. In Form von Folien, Einkaufstüten, PE-Flaschen, Rohrleitungen und verschiedenen Hohlkörpern usw. kommt dieses heute auf den Markt. Bei der Entsorgung jedoch gibt es einen negativen Aspekt: den PE-Müllberg – PE ist nicht biologisch abbaubar. Das bedeutet: Wird der Kunststoff nicht richtig entsorgt und vernünftig für eine Wiederverwendung verarbeitet, entstehen bei der Verbrennung giftige CO2-Gase, welche den Klimawandel vorantreiben.

Andere häufig verwendete Kunststoff sind

Polyethylen – ein wichtiger Bestandteil

Der thermoplastische Kunststoff überlebt aufgrund seiner fast unkaputtbaren Eigenschaft alles, was darin verpackt wurde – wie zum Beispiel Lebensmittel. Ob Wurst, Käse, Fleisch, Getränke – alles kann mit PE luftdicht verschlossen werden. Auch die restliche Industrie profitiert von dem fast unkaputtbaren Kunststoff. Direkte Sonnenstrahlung allerdings lässt den Stoff zerfallen und sorgt dafür, dass er spröde wird. Polyethylen wird nicht von Pflanzen, Bakterien oder Tieren abgebaut. Das bedeutet, es bleibt, wenn es nicht fachgerecht entsorgt wird, über Jahrhunderte bestehen. Ein klassisches Beispiel dafür ist der sogenannte Müllstrudel im Nordpazifik mit einem gigantischen Ausmaß.

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