Polyamide – Anziehender Kunststoff

Polyamide haben die Kurzbezeichnung PA. Es handelt sich hier um lineare Polymere mit mehreren Amidgruppen in der Hauptkette der chemischen Struktur. Eine Amidgruppe ist quasi ein Kondensationsprodukt eines Amids und einer Carbonsäure. Hierbei entsteht eine Amidbindung, die hydrolytisch gespalten werden kann. Polyamide sind im Alltag bekannter als Nylon (Strumpfhose) oder Perlon (Shirt).

Chemische Einteilung der Polyamide

Polyamide begegnen uns im  Alltag häufig als Nylonstrümpfe oder als Perlon in T-Shirts.

Polyamide begegnen uns im Alltag häufig als Nylonstrümpfe oder als Perlon in T-Shirts.

1. Nach der Anzahl der vorhandenen Monomere

  • es gibt alipathische Monomere
  • teilweise aromatisierte Polyamide
  • aromatische Polyamide

2. Nach der Art der Zusammensetzung der Monomere

  • Homopolyamide
  • Copolyamide

3. Nach Erstarrungs- oder Erweichungsverhaltens

  • teilkristalline Polyamide
  • amorphe Polyamide

Insgesamt gesehen sind diese Kunststoffe milchig weich und ein thermoplastisch, welche durch mögliche Diffusionen auch Feuchtigkeit aufnehmen können. Der Stoff ist sowohl zäh als auch flexibel, so dass er unter anderem im Maschinenbau seine Anwendung findet. Hier können Zahnräder aus Polyamid hergestellt werden, da diese eine lange Lebensdauer haben.

Anders als andere Kunststoffe, wie z.B. Polypropylen, Polycarbonate oder Polyethylen, gibt es Polyamide ebenfalls in Geweben und Fasern. Viele Leitungen und Rohre bestehen aus Polyamiden, da diese ihre Eigenschaften besonders lange behalten. Eine hohe Widerstandskraft gegen Fette, Öle oder Seifen machen diese Kunststoffe vielseitig einsetzbar und daher in der Industrie sehr beliebt. Auch schwache Laugen oder Schmierstoffe können dem vielseitig einsetzbaren Kunststoff nichts anhaben.

Polyamide die Alleskönner

Durch die vielen positiven Eigenschaften der Polyamide sind sie in Industrie und Technik sehr beliebt. Die Struktur der Stoffe bleibt selbst bei starkem Abrieb erhalten und sie sind gegen Hitze und Kälte fast immun. Mit Hilfe von Weichmachern oder Härtungsmitteln lassen sich ihre Eigenschaften weiter anpassen. Gegen Stöße und harte Belastungen sind diese Kunststoffe durch ihre Eigenschaften gewappnet. Ihnen kann nichts passieren und sie können viele Jahre benutzt werden, ohne ihre Form zu verlieren. Die Teile aus Kunststoff sind zum Beispiel auch in Zahnrädern von Druckern oder anderen technischen Maschinen enthalten. Hier tun sie zuverlässig ihren Dienst und müssen nur wenig gewartet werden. Unermüdlich können die Kunststoffe eingesetzt werden und halten viele Jahre lang. Die kostspielige Herstellung macht sich bei dem vielfältigen Einsatz allemal bezahlt und durch die Vielfältigkeit des Stoffes gibt es viele Einsatzmöglichkeiten.

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